Insassen nahe Mellingen aus Seat geschleudert: Betrunken und nicht angeschnallt

In der Nacht zum Montag kam es gegen 0.15 Uhr auf der B87 zwischen Umpferstedt und Mellingen zu einem schweren Verkehrsunfall. Eine Streife der Bereitschaftspolizei Erfurt, welche die Straße befuhr, bemerkte einen verunfallten Seat im Straßengraben.

Sofort suchten die Polizeibeamten die Umgebung ab und fanden auf der gegenüberliegenden Straßenseite und dem Feld zwei lebensbedrohlich verletzte Personen. Sofort leisteten die Beamten Erste-Hilfe und betreuten die Personen bis zum Eintreffen der Rettungswagen und der Notärzte. Anschließend kamen die zwei Männer umgehend in Kliniken.

Die Kameraden der Feuerwehr Mellingen sicherten die Unfallstelle ab und unterstützen den Rettungsdienst bei der Rettung. Die Polizeiinspektion Weimar hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Ein DEKRA-Gutachter wurde ebenfalls angefordert.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei den Verunfallten um einen polnischen Fahrer und einen ukrainischen Beifahrer. Sie befuhren die Straße aus Mellingen kommend in Richtung Umpferstedt. Auf Höhe des Flugplatzes kam ihr Wagen nach links von der Straße ab, fuhr in den Straßengraben, kollidierte dort mit mehreren Bäumen und drehte sich.

Vermutlich wurden dabei beide Insassen aus dem Fahrzeug geschleudert und landeten rund 20 Meter weiter auf dem Feld und der Straße. Beide Personen rochen stark nach Alkohol. Außerdem lag auf der Straße eine Schnapsflasche. Es wurde eine Blutentnahme angeordnet. Zudem stellten die Beamten fest, dass beide Personen nicht angeschnallt waren.

Die genaue Höhe des Schadens ist nicht bekannt. Am Seat entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die B87 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Großes Glück war, dass die Polizei zufällig am Unfallort vorbeifuhr. Bei Temperaturen von -6° Celsius wären sie sonst womöglich erfroren.

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