Nach Unfall in Erfurt kommt für 25-Jährigen jede Hilfe zu spät: Fahrer war alkoholisiert

Am Freitagabend wurde die Polizei durch die Rettungsleitstelle Erfurt über einen schweren Verkehrsunfall im Bereich des Erfurter Drosselbergs informiert. Ein vollbesetzter Wagen sei von der Straße abgekommen und vier Personen wurden hierbei verletzt.

Beim Eintreffen der unmittelbar eingesetzten Streifen waren bereits Notarzt, Rettungsdienst und Feuerwehr am Unfallort. Im Straßengraben lag ein Mercedes, welcher sich offensichtlich überschlagen hatte. Im Fahrzeug befanden sich noch drei verletzte Personen, wovon zwei nicht auf Ansprache reagierten.

Ein 25-jähriger Mann konnte sich bereits, leicht verletzt, selbst aus dem Fahrzeug befreien. Durch die Feuerwehr wurden in den folgenden 30 Minuten alle drei Personen aus dem Fahrzeug frei geschnitten und gerettet.

Eine 23-jährige Mitfahrerin war ansprechbar, wies jedoch erhebliche Kopfverletzungen auf. Ein 25-jähriger Mitfahrer wurde ohne Vitalfunktionen geborgen und erlag noch vor Ort seinen schweren Kopfverletzungen. Der 26-jährige Fahrer wurde ebenfalls schwer verletzt aus dem Fahrzeug befreit. Alle drei Personen waren nicht angeschnallt.

Aufgrund seiner multiplen Verletzungen wurde der Fahrer mittels Rettungshubschrauber ins Universitätsklinikum Jena verlegt. Da durch die Bergungskräfte Alkoholgeruch beim Fahrer wahrgenommen wurde, führten die Beamten eine Blutentnahme durch.

Wegen der unklaren Unfallursache wurde ein Gutachter hinzugezogen und das Fahrzeug beschlagnahmt. Nach ersten Erkenntnissen kam das Fahrzeug in einer scharfen Linkskurve mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 30km/h nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort rutschte der Wagen in den Straßengraben, kollidierte mit einem Betonsockel und überschlug sich.

Durch die Polizei wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Dieser schreckliche Unfall verdeutlicht einmal mehr, dass alkoholisierte Personen am Steuer eines Fahrzeugs nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer darstellen.

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Fotos: Marcus Scheidel