Älteres Ehepaar parkt Smart ungünstig an der Saale: Aufwendige Bergung durch Feuerwehr

Vom Weg abgekommen ist ein älteres Ehepaar unweit vom Marienblick nahe Burgk im Saale-Orla-Kreis. Nach mehreren Kilometern auf einem Weg entlang der Saale in Richtung Burgkhammer, war es selbst für den Smart zu schmal. Dann bemerkten die offenbar ortsunkundigen Personen, dass es wohl auf diesem Weg nicht mehr weiter geht.

Rückwärts wieder hinausfahren war wohl die einzige Option. Mittlerweile konnte man kaum noch laufen. Beim Zurückstoßen kam es zum entscheidenden Fehler, wie die Betroffenen selbst darstellten. Während der Mann probierte die Frau einzuweisen, setzte die Frau das Gefährt zurück und verwechselte dabei nach eigenen Angaben das Gas- mit dem Bremspedal.

Dabei verriss sie offenbar das Lenkrad und das Fahrzeug rutschte in den Steilhang Richtung Saale. Den letzten Schwung vor der endgültigen Katastrophe nahmen dem Fahrzeug zwei Bäume, an denen es sich letztlich vor dem Sturz in die Saale verkeilte. In Schräglage von rund 45 Grad hing das Fahrzeug nun an einer Stelle, wo jegliche Bergung mit herkömmlicher Abschlepptechnik auszuschließen war.

Die Feuerwehren Möschlitz und Schleiz eilten um 17.26 Uhr zum Einsatzort bzw. begannen ihn zu suchen, da der angegebene Unfallort eher wage beschrieben war. Dank des Einsatzes des Quads der Schleizer Feuerwehr, konnte nach der Kontrolle der Saalehänge von Dörflas bis Burgk der Smart samt der inzwischen befreiten Personen gefunden werden.

Nun musste ein Plan her. Die Wasserwacht wurde für Materialtransporte auf der Saale und dem sicheren Rücktransport der älteren medikamentenpflichtigen Personen nachalarmiert. Die Feuerwehr Schleiz ging westseits und die DRK-Wasserwacht ostseits der Holzbrücke bei Burgk in Stellung.

Die Einsatzleitung hatte dann einen guten Plan zur Bergung des Wagens entwickelt, der ohne extreme Aufwendungen auch umgesetzt werden konnte. Mittels Mehrzweckzug sollte der rund 825 kg (Leergewicht) schwere Smart zunächst wieder auf den Weg gezogen werden. Genügend Bäume als Festpunkt für die Winde gab es schließlich.

Dazu wurde durch die Kameraden der Wasserwacht die Ausrüstung mittels Schlauchboot zum ca. 2,5 Kilometer entfernten Einsatzort saaleabwärts transportiert. Auf dem Rückweg fand das Rentnerehepaar Platz im Boot. Nach rund 30 Minuten war das Fahrzeug gesichert und konnte per Muskelkraft von fünf Einsatzkräften am Unfallort geborgen werden.

Bis zur Waldgrenze wurde dann das eiligst geprüfte Fahrzeug per Fahrmotor durch die Kameraden der Feuerwehr überführt, wo sie dann letztlich vom Abschleppdienst in Empfang genommen werden konnte. Nach rund fünf Stunden waren alle Fahrzeuge der Feuerwehr wieder einsatzbereit am Standort.

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Feuerwehr Schleiz / Ronny Schuberth