Schwerer Brand in Mehrfamilienhaus Bad Berka – 43 Mieter evakuiert

Zu einem verheerenden Wohnungsbrand kam es in der Nacht zum 1. Mai 2020 gegen 1.30 Uhr in Bad Berka. In einem Mehrfamilienhaus in der Blankenhainer Straße brach ein Feuer in einer Einraumwohnung aus. Nach derzeitigem Wissensstand alarmierte der Mieter als einer der Ersten selbst die Feuerwehr, war dann jedoch nicht mehr auffindbar.

Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte der Wehren Bad Berka schlugen bereits Flammen aus dem Fenster, was ein Nachfordern der Feuerwehr der Stadt Blankenhain notwendig machte. Die Floriansjünger hatten alle Hände voll zu tun. Durch einen Innenangriff sollte das Feuer schnellstmöglich unter Kontrolle gebracht werden. Das stellte sich jedoch als schwierig heraus, da es in der Wohnung sehr eng zuging und auch der Brand weit fortgeschritten war.

Da sich zwei Personen in der Wohnung aufhalten sollten, mussten die Trupps ihre Priorität auf die Suche nach diesen legen. Das war aufgrund des dichten Qualms nicht einfach. Die Drehleiter war an der Hinterseite des Hauses aufgestellt worden, um von außen gegen das Feuer anzukämpfen.

Das gestaltete sich anfangs recht schwierig, da eine ausreichende Aufstellfläche für die Drehleiter hinter dem Haus nicht vorhanden war. So musste der Maschinist der Leiter das Fahrzeug über Grünflächen hinweg, dicht an einer Hecke aufstellen, um den Einsatzort überhaupt erreichen zu können.

Die starke Verqualmung machte es ebenfalls notwendig, neben dem betroffenen Hauseingang, auch die beiden Nachbareingänge vollständig zu evakuieren. Dabei hörte nicht jeder das eindringliche Klingeln der Feuerwehr an der Wohnungstür, sodass auch Türen aufgebrochen werden mussten, um keine weitere Zeit zu verlieren. Insgesamt 43 Personen wurden teils aus dem Schlaf gerissen und mussten sich kurzzeitig auf der Straße sammeln.

Für sie wurde ein Bus organisiert, indem sie unterkamen, denn bei 8° Außentemperatur wurde es Ihnen schnell kalt. Die Schnelleinsatzgruppe der Malteser unterstützte die Betreuung und löste den Regelrettungsdienst in der Bereitschaft an der Einsatzstelle ab. Gegen 3.00 Uhr waren die Flammen schließlich aus, die Nachlöscharbeiten konnten beginnen.

Unter Zwangsbelüftung mussten die teils toxischen Rauchgase aus den Treppenhäusern und Wohnungen geblasen werden. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz kontrollierte jede Wohnung mit einem Messgerät. Die betreffende sowie zwei angrenzende Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Bad Berkas Bürgermeister Michael Jahn eilte zur Einsatzstelle, um schnell und unbürokratisch eine Lösung für die Betroffenen zu finden.

Während des Löscheinsatzes fand die Polizei schließlich auch den Mieter der Wohnung. Er hatte sich vom Einsatzort entfernt. Noch in der Nacht begannen die Untersuchungen der Kriminalpolizei zur Brandursache. Entgegengesetzt anderer Meldungen, steht noch kein Tatverdächtiger fest. Zur Höhe des Sachschadens können noch keine Angaben gemacht werden.

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