80-jähriger Geisterfahrer verursacht schwere Unfälle und Spur der Verwüstung auf A71

Nach dem schweren Unfall am Mittwochnachmittag auf der A71 Richtungsfahrbahn Sangerhausen zwischen Arnstadt Nord und dem Bindeslebener Kreuz im Zusammenhang mit einem Geisterfahrer, beläuft sich die Zahl der Verletzten aktuell auf 12 Personen.

Den bisherigen Ermittlungen der Beamten der Autobahnpolizei nach hatte ein 80-Jähriger mit seinem BMW am Mittwoch kurz vor 14.00 Uhr die A71 auf der Richtungsfahrbahn Sangerhausen falsch befahren und war zwischen dem Parkplatz Erfurter Becken und der Anschlussstelle Arnstadt Nord als Geisterfahrer unterwegs.

Auf dieser Strecke kam es zu insgesamt fünf Verkehrsunfällen. Die ersten drei Unfälle ereigneten sich zwischen dem Erfurter Kreuz und Erfurt-Bindersleben. Hier verunfallten insgesamt fünf Fahrzeuge, die dem entgegenkommenden BMW ausweichen mussten. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt. Der BMW-Fahrer setzte seine Fahrt weiter als Geisterfahrer in Richtung Süden fort und ein LKW und ein Kleintransporter mussten ausweichen und verunfallten ebenfalls.

Zwischen Erfurter Kreuz und Arnstadt Nord kam es dann zu dem schweren Unfall mit sechs beteiligten Fahrzeugen, darunter der BMW des 80-Jährigen. Hier wurden neun Menschen verletzt. Davon drei schwer. Unter den Schwerverletzten befindet sich auch der 80-jährige Unfallverursacher.

Der Rentner konnte zwischenzeitlich im Krankenhaus von den Ermittlern befragt werden. Eine Blutprobenentnahme wurde realisiert und soll im Rahmen der Auswertung weitere Aufschlüsse auf die Fahrtüchtigkeit des 80-Jährigen zum Unfallzeitpunkt erbringen. Gegen den Mann wird u.a. wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, Gefährdung des Straßenverkehrs und der Unfallflucht ermittelt.

Am Unfallort wurde ein Unfallsachverständiger mit in die Ermittlungen einbezogen. Insgesamt waren 28 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Arnstadt und Marlishausen mit sechs Feuerwehrfahrzeugen im Einsatz. Zwei Rettungshubschrauber wurden benötigt, um die Schwerverletzten in Krankenhäuser zu transportieren.

Die Unfallstelle war am Mittwochabend gegen 20.00 Uhr beräumt und konnte für den Verkehr freigegeben werden. Zwischenzeitlich musste auch die Richtungsfahrbahn Schweinfurt der A71 wegen des Einsatzes der Rettungshubschrauber voll gesperrt werden.

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