Großeinsatz für Wehren im Südkreis Weimarer Land: Haus ausgebrannt

Die Freiwilligen Feuerwehren Blankenhain und deren Ortsteile sowie Bad Berka wurden kurz nach Mitternacht zu einem Gebäudebrand nach Neusaalborn, zwischen Blankenhain und Bad Berka, alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war der Feuerschein im Dachstuhl weithin sichtbar.

Sofort begannen die Kameraden mit mehreren Strahlrohren mit dem Außenangriff des Wohngebäudes. Dabei wurden auch zwei Drehleitern eingesetzt. Im weiteren Einsatzverlauf gingen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes vor. So war der Brand gegen 3.33 Uhr unter Kontrolle.

Schwierigkeiten bereitete den Feuerwehren unterdessen die eingeschränkte Wasserversorgung vor Ort. So musste zu Beginn des Einsatzes mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im Pendelbetrieb immer wieder Wasser an die Einsatzstelle gefahren werden, bis eine unerschöpfliche Wasserversorgung zur Verfügung stand. Dazu wurden bei Ankunft der ersten Kräfte die Tanklöschfahrzeuge Mellingen und Kranichfeld nachgefordert.

Parallel legte man eine lange Wegestrecke mit drei B-Leitungen und mehreren Pumpen zu einem etwa 400 Meter entfernten Teich. Da das Brandobjekt sowie der Teich direkt an der Bundesstraße 85 lagen, wurde diese für den Einsatz voll gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr über Tannroda um.

Der Bewohner des Gebäudes konnte nach dem Bemerken des Brandes das Gebäude eigenständig verlassen, versuchte jedoch anfangs immer wieder noch etwas zu retten. Er musste durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst zurückgehalten werden. Löschversuche mit Handfeuerlöschern schlugen aufgrund der starken Brandentwicklung fehl.

Durch einen Rettungswagen und einen Notarzt wurde er vor Ort betreut, bevor er in das Weimarer Klinikum eingeliefert wurde. Um den Regelrettungsdienst von der Einsatzbereitschaft vor Ort freizustellen, kam die neue Schnelleinsatzgruppe des Malteser Hilfsdienstes, die seit Jahresbeginn für solche Fälle in Blankenhain in Bereitschaft stehen, erstmals zum Einsatz.

Trotz der sofortigen und umfangreichen Löschmaßnahmen brannten große Teile des Wohngebäudes nieder. Erschwerend kam hinzu, dass das Dach mit Blech eingedeckt war. Dieses verhinderte, dass Löschwasser zum Brandherd vordringen konnte, wodurch sich die Flammen immer weiter ausbreiten konnten. Erst im Einsatzverlauf gelang es die Dachhaut Stück für Stück zu öffnen und so das Feuer zu löschen.

Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, kam nach dem Löschen mit Wasser auch Schaum zum Einsatz. Für die Freiwillige Feuerwehr Blankenhain war dieser Einsatz gleich mit mehreren Premieren verbunden. So rückte die neue Drehleiter, an der die Floriansjünger seit August letzten Jahres ausgebildet wurden, erstmals aus. Zudem rückten auch die neuen Tragkraftspritzenfahrzeuge mit Wasser (TSF-W) der Ortsteile Thangelstedt, Hochdorf sowie Groß- und Kleinlohma aus. Alle Fahrzeuge sind erst sein Beginn dieser Woche in Dienst gestellt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist das Haus nicht mehr bewohnbar und auch nicht mehr zu retten. Die Polizeiinspektion Weimar und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Höhe des Schadens kann derzeitig noch nicht mitgeteilt werden. Die Bundesstraße 85 blieb bis in den Tag hinein wegen der anhaltenden Löscharbeiten gesperrt. Eine Notfallseelsorgerin kam für Angehörige zum Einsatz.

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