Schmelztiegel gerissen: Arbeitsunfall mit sechs Verletzten in Sömmerda

Am Montagabend kurz vor Mitternacht ereignete sich in einer Firma in Sömmerda ein Arbeitsunfall. Während der laufenden Produktion riss ein Schmelztiegel aus Grafit, in dem sich Aluminium befand.

Ca. 500 kg des flüssigen Leichtmetalls ergossen sich auf dem Werkshallenboden. Bei den Löschversuchen zogen sich sechs Werksmitarbeiter Rauchgasverletzungen zu. Zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, konnten aber zwischenzeitlich wieder entlassen werden.

Die Werkhalle wurde vorläufig gesperrt. Mehrere Wehren mit 56 Kräften waren zum Löschen des Brandes im Einsatz. Spezialisten der Erfurter Kriminalpolizei und das Amt für Arbeitsschutz waren vor Ort, um der Ursache für den Unfall auf den Grund gehen.

Gegenwärtig wird von einem technischen Defekt aufgrund von Materialermüdung ausgegangen. Am Gebäude ist kein größerer Schaden entstanden. Viel größer ist der entstandene Schaden durch den Produktionsausfall in der Firma.

Fotos: Marcus Scheidel