Rentner erfasst Fußgängerin – Für zwei Personen und ein Hund kam jede Hilfe zu spät

Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am Sonntag gegen 17.00 Uhr in Reisdorf bei Bad Sulza im Weimarer Land. Ein 79-jähriger Tiguan-Fahrer kam aus noch ungeklärter Ursache nach einer langen Geraden kurz hinter dem Ortseingang von Reisdorf aus Bad Sulza kommend nach rechts von der Fahrbahn ab.

Er kollidierte frontal mit der Fassade einer Garage, die aufgrund des heftigen Aufpralls nachgab. Die Feuerwehr, die zuerst am Unfallort eintraf, kam gerade von einem Fahrsicherheitstraining. Sie sicherte die Unfallstelle ab, befreite die Personen im Fahrzeug und leistete umgehend Erste-Hilfe. Weitere Kameradinnen und Kameraden kamen zur Unterstützung zum Einsatzort.

Bei dem Unfall wurde eine 71-jährige Fußgängerin, die möglicherweise gerade die Straße mit ihrem Hund überquerte, erfasst und tödlich verletzt. Auch ihr Hund überlebte den Unfall nicht. Die 76-jährige Beifahrerin im Tiguan war zunächst noch ansprechbar, verlor wenig später aber das Bewusstsein und musste reanimiert werden.

Trotz der sofortigen Rettungsmaßnahmen der Feuerwehr erlag sie wenig später noch am Unfallort ihren Verletzungen. Der Fahrzeugführer musste nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst mit schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Halle geflogen werden.

Noch ist völlig unklar, wie es zu dem Unfall kam. Ursächlich können sowohl gesundheitliche Probleme des Fahrers gewesen sein, als auch die tiefstehende Sonne, die direkt auf die Straße und in den Wagen schien.

Die Ermittlungen zur Unfallursache wurden zur Unterstützung der Polizei von einem DEKRA-Gutachter geführt. Dieser fertigte auch Luftaufnahmen von der Unfallstelle an. Die Straße blieb bis in die späten Abendstunden voll gesperrt. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt. Der entstandene Sachschaden ist noch nicht bekannt.

Bürgermeister der Kurstadt Bad Sulza und der dazugehörigen Ortsteile Dirk Schütze war zusammen mit einer weiteren Kollegin als Notfallseelsorge des Kreises Weimarer Land für die Angehörigen, Unfallzeugen und Einsatzkräfte vor Ort, da die getötete Fußgängerin im selben Ort, nur wenige Meter von der Unfallstelle, gewohnt hat.

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