Großbrand in Gera – Schaulustige drehen einfach Hydranten zu

Montagabend kam es zu einem Großbrand nahe des Geraer Hauptbahnhofs. Aus bisher unbekannten Gründen brannte gegen 20.28 Uhr ein leerstehendes, mehrgeschossiges Gebäude im 3. Obergeschoss in voller Ausdehnung.

Da die Flammen sich rasend schnell ausbreiteten, griffen sie auf das 2. Obergeschoss über. Infolge dessen stürzten auch die Decken ein. So mussten die Einsatzkräfte das Gebäude aufgrund der hohen Gefahr verlassen und konnten nur noch von außen löschen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die NINA-App gewarnt. Gegen 23.00 Uhr kam es dann zum Höhepunkt. Das komplette Gebäude zündete durch und stand lichterloh in Vollbrand. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden hin.

Ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Schule konnte glücklicherweise verhindert werden. Während der Löschmaßnahmen hatte die Feuerwehr immer wieder massive Probleme. Schaulustige Personen drehten einfach die Hydranten zu, so dass kein Löschwasser aus diesen kam.

Die Polizei musste dann die Sicherung der Hydranten übernehmen. Es herrschte eine regelrechte Volksfeststimmung rund um den Brandort. Sowas haben die Einsatzkräfte in Gera auch noch nicht erlebt.

Fotos: bw.pictures – Björn Walther