Asylbewerber legt Feuer: BMA löst aus – Großeinsatz in Rudolstadt

Am Donnerstagabend gegen 22.34 Uhr wurden die Wehren Rudolstadt und Pflanzwirbach aufgrund einer Auslösung der Brandmeldeanlage zur Gemeinschaftsunterkunft in der Jenaische Straße in Rudolstadt alarmiert. Bereits auf Anfahrt der Kräfte erhielt die Leitstelle die Informationen, dass es sich um einen bestätigten Brand handelt.

Beim Eintreffen der Floriansjünger schlugen Flammen aus dem Fenster, giftiger Rauch verteilte sich im Gebäude, Menschenleben war in Gefahr. Umgehend mussten alle Familien mit Kindern und die restlichen Bewohner evakuiert werden. Die Alarmstufe wurde sofort auf „B3“ angehoben. Die Einsatzkräfte aus Saalfeld, Crösten, Schaala und Bad Blankenburg wurden mit weiteren Atemschutzgeräteträgern nachgefordert.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung kam die Führungsgruppe des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt und Kreisbrandinspektor Frank Thomzyk zum Einsatz. Außerdem wurde der Sanitäts- und Betreuungszug alarmiert. Zahlreiche Rettungswagen, Notärzte und auch der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes waren vor Ort.

Nachdem der Brand gelöscht war, wurden die Ausmaße sichtbar. Das Zimmer, in dem das Feuer ausbrach, brannte komplett aus. Vier Asylbewerber verletzten sich, bei dem Versuch, das Feuer von außen mit mehreren Feuerlöschern zu löschen. Sie wurden vor Ort behandelt. Nach ersten Erkenntnissen kamen auch Verletzte in ein Krankenhaus.

Die Ermittlungen zur Brandursache liefen noch am Abend an. Aktuell wird ein 20-jähriger Bewohner verdächtigt. Er soll das Feuer selbst gelegt haben, teilte die Polizei mit. Offenbar hat er eine Bettdecke angezündet und anschließend das Zimmer verschlossen. Er wurde von der Polizei festgenommen.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die Jenaische Straße blieb während des Einsatzes gesperrt. Das Gebäude wurde längere Zeit mit Hochdrucklüftern belüftet. Nur durch das frühzeitige Detektieren des Brandes durch die Brandmeldeanlage konnten die Kräfte rechtzeitig wirksame Hilfe leisten und sich das Feuer so nicht weiter ausbreiten.

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