ICE-Klimaanlagen defekt: Feuerwehr und DRK evakuieren rund 1000 Reisende in Eisenach

Die Eisenacher Berufsfeuerwehr wurde am Sonntagmittag gegen 12.30 Uhr wegen eines vermuteten Triebwagenbrandes in einem ICE zum Eisenacher Hauptbahnhof gerufen. Tatsächlich hatte ein defekter Rauchmelder in einem Waggon den Alarm ausgelöst.

Die Brandmeldeanlage konnte jedoch vom Lokführer wegen eines technischen Defektes nicht zurückgesetzt werden. Der ICE stand nur mit wenigen Wagen direkt am Bahnsteig 4 in Richtung Erfurt.

Während die Wehrleute und Zugbegleiter auf den Notfallmanager der Deutschen Bahn warteten, fielen in mehreren Waggons die Klimaanlagen aus. Im Zug stieg die Innentemperatur, der ICE konnte aber wegen des Defekts auch nicht zurück in den Bahnhof rangiert werden.

Nach gemeinsamer Abstimmung wurde der ICE evakuiert und die rund 500 Fahrgäste in den Schatten des Bahnhofsdaches gebracht. Dazu wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren nachalarmiert. Ein Rollstuhlfahrer musste aus dem Zug getragen werden.

In dieser Zeit traf ein weiterer ICE mit einer defekten Klimaanlage am Hauptbahnhof ein. Auch diese Reisenden warteten dann im Bahnhof auf die Weiterfahrt. An die nun etwa 1000 Reisenden verteilten die Helfer des alarmierten Betreuungszuges des DRK Eisenach ausreichend Getränke.

Nachdem alle Fahrgäste in andere Züge umgestiegen waren, konnten die insgesamt 47 Feuerwehrleute ihren Einsatz am Bahnhof gegen 15.10 Uhr beenden.

Foto: Stadtverwaltung Eisenach