Wehren aus Uhlstädt-Kirchhasel proben Ernstfall im Jagdschloss Hirschhügel

Rauch stieg aus dem Fenster des Jagdschlosses Hirschhügel der Sozialtherapeutischen Einrichtung in Kuhfraß, einem Ortsteil der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel, am Samstagmorgen auf. Gegen 9.24 Uhr wurden die Wehren Uhlstädt, Großkochberg, Rudolstadt, Mötzelbach, Kirchhasel und Teichweiden alarmiert, weil die Brandmeldeanlage im Objekt ausgelöst hat.

Bereits auf Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte die Information, dass es im Objekt zu einer Rauchentwicklung kommt. Vor Ort angekommen, riefen Personen im verrauchten Dachgeschoss des Gebäudes um Hilfe. Umgehend gingen Trupps unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung und Menschenrettung ins Gebäude.

Wenige Minuten nach Eintreffen der ersten Kräfte waren auch die Kameraden aus Rudolstadt mit der Drehleiter vor Ort, die sofort an der östlichen Gebäudeseite in Stellung gebracht wurde. Über diese konnten im Anschluss fünf Personen gerettet werden. Zur Wasserversorgung musste eine 540 Meter lange Wegstrecke von den Kuhfraßer Teichen aufgebaut werden.

Als Übungsbeobachter standen erfahrene Kameraden, darunter Udo Schmidt als zuständiger Kreisbrandmeister, Klaus Peter Siegemund als Kreisbrandmeister a. D. und Nico Freitag, Ortsbrandmeister der Gemeinde und Übungsorganisator zur Seite. Auch Bürgermeister Toni Hübler, Ulrike Heyder-Freiny vom Haupt- und Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung sowie Christian Patze vom Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt waren dabei.

An der Einsatzübung nahmen insgesamt 48 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren teil. Ein Einsatz mit Evakuierung in solch einer Einrichtung stellt die Wehren immer wieder vor eine besondere Herausforderung, deswegen muss jeder Handgriff sitzen.

Vor 15 Jahren, am 20. Juni 2004, brach schon mal ein Feuer im Dachgeschoss des Hauses aus und richtete einen großen Sachschaden an. Damals waren mehr als 150 Einsatzkräfte an der Brandbekämpfung und Betreuung der Heimbewohner beteiligt.

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