Polizei stoppt berauschten Fahrer auf der Flucht bei Erfurt

Am Sonntagmorgen gegen 07.10 Uhr wollten Beamte des ID Süd in Erfurt den Fahrer eines Kleinwagens der Marke Hyundai aus dem Landkreis Sömmerda einer Kontrolle unterziehen. Dieser war zuvor aufgrund überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen. Der Fahrer war für die Kontrolle jedoch nicht in Stimmung und versuchte sich dieser durch Flucht zu entziehen.

So fuhr er mit überhöhter Geschwindigkeit entlang der Eisenberger Straße, der Weimarischen Straße stadtauswärts, wendete in der Folge wieder stadteinwärts um über den Nissaer Weg sein Heil in der Flucht zu suchen. Er fuhr dann letztlich auf die Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Erfurt- Nord und weiter auf die BAB71, ebenfalls in nördlicher Fahrtrichtung.

Im Zuge der Verfolgung bremste der, später als 31-jähriger Sohn der Fahrzeughalterin bekannt gemachte, Mann mehrfach stark ab, offensichtlich um einen Auffahrunfall zu provozieren oder den Streifenwagen abschütteln zu können. Weiterhin schnitt er auf der Autobahn, bei ca. 160km/h, einen anderen Verkehrsteilnehmer welcher daraufhin eine Gefahrenbremsung samt Ausweichmanöver durchführen musste.

Aufgrund der riskanten Fahrweise unter Inkaufnahme von Personenschäden wurden weitere Streifenwagen eingesetzt und ein Polizeihubschrauber angefordert. Weiterhin wurden durch Kollegen der PI Sömmerda die beiden Sömmerdaer Abfahrten der Autobahn besetzt und auch die Polizei aus dem Kyffhäuserkreis und die Autobahnpolizei bereits informiert.

Der 31-Jährige verließ um 07.25 Uhr die Autobahn an der Abfahrt Sömmerda- Süd. Die hier postierten Beamten der PI Sömmerda konnten einen sogenannten Stop-Stick auslegen, woraufhin beide Reifen der Fahrerseite des Hyundai kontrolliert ihre Luft verloren. Das Fahrzeug konnte nach weiteren 100 Meter Flucht gestoppt werden, der Fahrer wurde verletzungsfrei vor Ort fixiert.

Der Grund für sein deviantes Verhalten war sofort offensichtlich. Mit 1,36 Promille und einem positiven Drogenvortest auf Methamphetamin lag eine absolute Fahruntauglichkeit vor. Seine Fahrerlaubnis wurde bereits vor Jahren aufgrund ähnlicher Vorfälle eingezogen, zudem hat er sich unbemerkt des Fahrzeugschlüssels seiner Mutter bemächtigt und den PKW somit widerrechtlich genutzt.

Nach Durchführung einer Blutentnahme durfte sich der Raser zu Fuß in Richtung Wohnanschrift aufmachen. Es wurde Strafanzeige aufgrund Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis erstattet.

Foto: Polizei