Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Wurzbach im Saale-Orla-Kreis

 

Am Samstag gegen 14.15 Uhr erhielt die Rettungsleitstelle in Saalfeld die Meldung, dass es in Wurzbach im Badweg in einer Wohnung zu einer Explosion gekommen ist. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bestätigte sich die Meldung.

In einer Wohnung eines Wohnblocks kam es zu einer Explosion, bei der sämtliche Fenster, Türen und Inventar der Wohnung beschädigt oder gar zerstört wurden. Außerdem brach ein Feuer aus. Ein Ersthelfer ging umgehend in Wohnung und warf brennende Einrichtungsgegenstände aus dem Fenster.  Die Feuerwehr rettete den Wohnungsinhaber, der sich beim Eintreffen noch in der Wohnung befand. Alle anderen Anwohner hatten das Gebäude bereits verlassen.

Bei Ermittlungen der Polizei am Einsatzort wurde festgestellt, dass in der Wohnung verbotswidrig ein Gasheizstrahler betrieben wurde. Ein Zusammenhang zwischen der Explosion und dem Betrieb des Heizstrahlers kann nicht ausgeschlossen werden. Weitere Ermittlungen hierzu führt die Kriminalpolizei in Rudolstadt.

Der 55-jährige Wohnungsinhaber erlitt bei der Explosion Verbrennungen und wurde zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Andere Bewohner des selben Aufgangs erlitten einen Schock. Ein 57-Jähriger wurde durch umherfliegende Splitter leicht im Gesicht verletzt, sowie dessen PKW auf der Straße vor dem Wohnblock beschädigt.

Im Feuerwehrgerätehaus wurden insgesamt 11 Personen betreut. Es gab Tee, Kaffee und kleinere Speisen. Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst aus Schleiz und ein weiterer Rettungswagen aus Kaulsdorf kamen ins Gerätehaus, um eine möglichst koordinierte Patientenfürsorge zu gewährleisten. Die Einsatzkräfte wurden von der First Responder-Gruppe der Feuerwehr Wurzbach unterstützt.

Bei der Explosion entstand ein Sachschaden von insgesamt ca. 15.000 Euro. Die Wohnung ist derzeit unbewohnbar. Die Statik des Gebäudes ist nach Angaben des Eigentümers nicht beeinträchtigt. Bevor die Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen konnten, wurde vom GW-Mess aus Hirschberg eine Schadstoffmessung durchgeführt.

« 1 von 9 »

18.12.2018 / Feuerwehr Wurzbach / Steve Weinhold