Kirmes am Wochenende verhindert heute Großbrand in Rittersdorf

 

Es waren die Nachwehen der Kirmes, die im thüringischen Rittersdorf einen möglichen Großbrand verhindert haben. Denn nur weil die Rittersdorfer am vergangenen Wochenende gemeinsam gefeiert haben, stand heute bei den meisten Urlaub im Kalender, um auch zusammen im Gemeinschaftshaus aufzuräumen.

Von dort aus bemerkten sie es auch, dass es nach Feuer roch und entdeckten so einen entstehenden Brand im neuen Backhaus, das auch eine kleine Schmiede beherbergt, gleich um die Ecke. Das war von einem Rittersdorfer in liebevoller Handarbeit auf seinem Hof in mehr als einem Jahr gebaut worden und gerade erst fertiggestellt.

Schnell rückten sie mit ihrer Feuerwehr aus, um das Feuer zu bekämpfen. Sie sahen aber rasch, dass sie Unterstützung vom nahegelegenen Kranichfeld benötigten. Gemeinsam kämpften sie etwa eine Stunde, bis das Feuer weitestgehend gelöscht war.

Zwischenzeitlich mussten die Floriansjünger auch noch zur Tierrettung ran, waren doch mehr als ein Dutzend Kaninchen in dem Gebäude untergebracht und ohne Hilfe dem sicheren Tod ausgesetzt. Zudem grenzte der Zwinger des Familienhundes an das Backhaus.

Zum Ende der Löscharbeiten stand fest: Ein Langohr hat das Inferno nicht überstanden. Die anderen Hasen schaffen es hoffentlich, sind jedoch lange starkem Rauch ausgesetzt gewesen. Jetzt müssen die Rittersdorfer den Schock erst einmal verdauen, war doch am Wochenende erst das zweite Mal Brot in dem neuen Ofen gebacken worden.

Eines steht aber jetzt schon fest: Wenn Hilfe beim Wiederaufbau gebraucht wird, dann sind sie für ihren Nachbarn und Freund da und wollen gemeinsam anpacken.

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