Porsche rasiert Leitplanken auf A9 platt und brennt komplett aus

 

Ein Porsche ist in der vergangenen Nacht gegen 00.28 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache auf der A9 bei Schleiz in Fahrtrichtung Berlin nach rechts in die Leitplanken gekracht und hat dabei rund 50 Meter Metallplanken förmlich abgeschnitten und rechtwinklig ins Richtung Feld verbogen.

Das Fahrzeug drehte sich mehrfach und überschlug sich vermutlich auch. Letztendlich kam der Sportwagen ca. 300 Meter weiter auf der dritten Fahrspur zum Stehen und brannte völlig aus. Der verletzte Fahrer konnte sich noch retten und wurde vom DRK-Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Problematisch war, dass der im Frontbereich befindliche fast randvolle Tank des Fahrzeuges an der Unterseite gerissen war. Daher gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Immer wieder lief der brennende Kraftstoff über die nach rechts abfallende Fahrbahn. Zudem waren im Inneren des Wagens Magnesiumlegierungen, die brennend mit Löschwasser sehr heftig reagieren und das Ablöschen erschwerten.

Vom Einschlagpunkt des Fahrzeuges in die Schutzplanken bis zum Standort des Vollbrandes waren alle Fahrspuren mit zertrümmerten Fahrzeugteilen, Dreck und ausgelaufenen Betriebsstoffen übersät. Neben allerhand Handarbeit der Einsatzkräfte kam auch eine eiligst angeforderte Kehrmaschine zum Einsatz. Ein Abschleppunternehmen aus Miesitz barg den ausgebrannten Sportwagen.

Der Beton der Bundesautobahn wurde durch die extreme Hitze stark beschädigt. Daher veranlasste die diensthabende Mitarbeiterin des Autobahnbetreibers VIA-Gateway den Aufbau einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h im Bereich des Einsatzortes.

Bis zur Installation der entsprechenden Beschilderung wurde daher die Einsatzstellensicherung der Schleizer Feuerwehr aufrecht gehalten. In den Folgetagen werden nun Reparaturarbeiten an Fahrbahn, Schutzplanken sowie Wildschutzzaun erfolgen.

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08.11.2018 / Feuerwehr Schleiz / Ronny Schuberth

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