Freiwillige Feuerwehren proben Ernstfall in der Zentralklinik Bad Berka

 

Ein technischer Defekt an einem Aufbereitungsgerät für Steckbecken führte am Samstagvormittag gegen 10.45 Uhr zur Auslösung der Brandmeldeanlage in der Bad Berkaer Zentralklinik. Weil die Flammen auf einen Desinfektionsspender übergriffen, entwickelte sich schnell ein Brand, der den gesamten Flur im dritten Obergeschoss des Südflügels verrauchte.

Soweit zum Szenario, dass die Bad Berkaer Feuerwehr mit ihren Ortsteilen sowie die Wehr der Nachbarstadt Blankenhain auf den Plan rief. Zum Glück handelte es sich bei dem größten Einsatz der letzten Jahre nur um eine Übung, die jedoch war sehr realitätsnah gestaltet wurde.

Da war es schon verwunderlich, dass es nur zwei Monate Planungsphase gebraucht hat, um die Feuerwehrübung mit Evakuierung von bis zu sechs Intensivpatienten auf die Beine zu stellen. Schließlich ist ein Klinikum dieser Größe ein sensibler Ort für solch ein Vorhaben.

Florian Ehrsfeld, Einsatzleiter der Feuerwehr Bad Berka, hob hervor, dass die reibungslose Zusammenarbeit der Wehren am Einsatzort ein Schwerpunkt war, aber auch das Zusammenspiel mit der Klinikeinsatzleitung sollte geprüft werden.

Weil der Rauch vom Flur nicht in die Patientenzimmer gelangte, entschied man sich vor Ort für eine verzögerte Evakuierung, denn eine unmittelbare Gefahr war zu dieser Zeit nicht gegeben. Erst als die fiktiven Löscharbeiten abgeschlossen waren und der Bereich zwangsbelüftet worden war, wären die Patienten, die von Auszubildenden der Zentralklinik gespielt wurden, evakuiert worden.

Ich freue mich sehr, dass die Übung erfolgreich geklappt hat, resümierte der Geschäftsführer der Zentralklinik, Robert Koch. Da wo die Evakuierung stattfindet bedeutet es natürlich für die Mitarbeiter eine doppelte Belastung, zudem dass die Patienten ja auch noch versorgt werden müssen, so Koch weiter.

„Ich bin sehr stolz auf dieses Ergebnis und den Ablauf der Übung“, fasste Holm Rotter, der als Übungsleiter und stellvertretender Stadtbrandmeister von Bad Berka auch als pflegerischer Leiter einer der Intensivstationen der Zentralklinik arbeitet und die Übung gespannt verfolgte.

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