Brand auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma in Langewiesen

 

Am Dienstagnachmittag wurde vom Gelände einer Entsorgungsfirma in Langewiesen eine starke Rauchentwicklung aus dem Bereich mit Plastikabfällen gemeldet. Es entstand ein Feuer, das sich auf einer Fläche von etwa 350 m² ausbreitete.

Zur Brandbekämpfung kamen die Freiwilligen Feuerwehren Ilmenau, Langewiesen, Manebach, Unterpörlitz und Gräfinau-Angstedt zum Einsatz. Ein Übergriff der Flammen auf ein Waldgebiet konnte verhindert werden.

Am Brandort kam es im Verlaufe der Löscharbeiten zu einer massiven Rauchgasbelastung durch drehende Winde, der Brandort musste großräumig abgesperrt werden. Dennoch gab es nicht wenige Uneinsichtige, die durch den abgesperrten Bereich hindurch liefen und sich so den Rauchgasen aussetzen wollten.

Messungen der Luftqualität mit dem Gerätewagen-Mess aus Plaue im Bereich der Absperrung zeigte eine geringe Rauchgasbelastung an, der Wert lag jedoch nicht im kritischen Bereich. Die Feuerwehr Königsee brachte einen mobilen Großlüfter in Stellung.

Zahlreiche Feuerwehrkameraden klagten während des Löscheinsatzes über Kopfschmerzen, weswegen der Sanitätszug des Ilm-Kreises angefordert wurde. Im Ergebnis der medizinischen Untersuchungen wurden zehn Kameraden verletzt. Ein Kamerad wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

Die Löscharbeiten dauerten bis zum Mittwochmorgen an. Zur Brandursache und Schadenshöhe liegen noch keine Informationen vor, die Kriminalpolizei Gotha hat die Ermittlungen aufgenommen. Verantwortliche der Stadt Ilmenau und Langewiesen sowie die Untere Wasserbehörde waren vor Ort.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Ilmenau

05.07.2018 / Landespolizeiinspektion Gotha / jk