Technischer Defekt in begehbaren Kleiderschrank löst Feuer aus

Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr waren am Dienstagvormittag in der Jakobistraße in Heiligenstadt im Einsatz. Einem Anwohner waren kurz vor 10.50 Uhr die aufsteigenden, dunklen Rauchwolken aus einem Dachfenster in einem Mehrfamilienhaus aufgefallen. Er verständigte die Rettungskräfte.

Die Löscharbeiten der Feuerwehren Heiligenstadt, Günterode, Kalteneber und Uder gestalteten sich zunächst aufgrund der verschlossenen Wohnung und der starken Rauchentwicklung sehr schwierig.

Um in das Gebäude zu gelangen, musste die Haustür gewaltsam geöffnet werden. Da die Gefahr bestand, dass sich die Flammen durch das Dach fressen, wurde die Drehleiter vor dem Haus für einen möglichen Löschangriff von außen in Stellung gebracht.

Zur Brandbekämpfung ließ Einsatzleiter Heinz Anhalt einen Trupp unter Atemschutz in das Dachgeschoss vorgehen. Der Trupp in der Drehleiter kontrollierte den Dachbereich unter anderem mit der Wärmebildkamera, musste jedoch kein Wasser abgeben. Der im Inneren tätige Trupp brachte unterdessen das Feuer mit einem C-Rohr unter Kontrolle.

Eine Absuche der Wohnung ergab, dass sich keine Menschen mehr darin befanden. Eine abschließend durchgeführte Schadstoffmessung im Gebäude ergab keine erhöhten Werte. Vor Ort waren neben 36 Feuerwehrleuten auch fünf Kräfte des Rettungs- bzw. Sanitätsdienstes, die die medizinische Absicherung des Einsatzes übernahmen.

Nachdem das Feuer gelöscht war, nahm ein Brandursachenermittler der Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort auf. Vermutlich löste ein technischer Defekt in einer Lampe in einem begehbaren Kleiderschrank das Feuer aus. Insgesamt entstand ein Schaden von ca. 20.000 Euro, Personen wurden nicht verletzt.

Der 60-jährige Mieter, der allein in der betreffenden Wohnung lebt, hatte kurz vor Brandausbruch die Wohnung verlassen. Die anderen Mieter im Haus waren zur Brandzeit nicht zu Hause.

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Fotos: Feuerwehr Heiligenstadt