Auto überschlagen: Tödlicher Verkehrsunfall auf A9 bei Schleiz

Am Sonntag ereignete sich gegen 18.30 Uhr ein tragischer Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 9 in Fahrtrichtung Berlin auf Höhe der Anschlussstelle Schleiz. Ein BMW war noch auf der Autobahnbrücke in ca. 2 Meter Höhe in die Schallschutz- Glaswand eingeschlagen. Dann flog der PKW vermutlich in den Schutzhang und überschlug sich mehrfach bis er auf dem Dach auf dem Standstreifen liegen blieb. Vermutlich war die Geschwindigkeit enorm hoch, denn vor der Glasschutzwand wurde beim Unfall eine Betonmauer komplett zerstört.

Der 35-jährige Fahrzeugführer wurde bei dem Unfall schwer verletzt im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Ein zweiter 34-Jähriger galt zunächst als vermisst. Zum Eintreffen des Führungsfahrzeuges bot sich die Unfallstelle als weitläufiges Trümmerfeld. Der Unfallort lag schlecht einsehbar unmittelbar hinter einer Linkskurve. Die Ersthelfer auf dem Hang riefen um Hilfe.

Weitere Einsatzfahrzeuge trafen am Unfallort ein und sorgten für eine Vollsperrung der Bundesautobahn. Umgehend wurde Licht auf den Hang installiert. Mit Wärmebildkamera und mehreren Suchtrupps wurde das unwegsame Gelände hinter der Autobahn nach der vermissten Person abgesucht. Währenddessen kümmerten sich weiter Kräfte um den schwer verletzten Mann am PKW, nach dessen Aussage der Fahrer des Unfallwagens.

Der Einsatzleiter forderte umgehend Unterstützung durch einen Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zur Suche der vermissten und verletzten Person an. Um diese Zeit kämpfte sich ein Rettungswagen durch eine schlecht gebildete Rettungsgasse, die nach der Vollsperrung notwendig geworden ist.

Im Rahmen der Erstversorgung stellte sich die Verletzung des Fahrers als so schwer heraus, dass zusätzlich ein Rettungshubschrauber angefordert werden musste. Nun waren schon zwei Helikopter unterwegs. Der Suchradius wurde wegen der vermissten Person immer weiter vergrößert. Der Weg führte schlussendlich zur Gegenfahrbahn. Doch auf der gesamten Autobahn war nichts zu sehen.

Ein Team der Feuerwehr nutzte eine Lücke im Verkehr, um auf der Gegenseite zu kommen und mit Hilfe der Wärmebildkamera vom Rand aus weiter zu suchen. Weit über hundert Meter Entfernung machten sie dann einen grausigen Fund. Eine Person war getrennt in zwei Teilen auf Standstreifen der Gegenspur und hinter der Leitplanke im Graben aufgefunden worden. Laut Polizei wurde die Person bei dem Unfall aus dem Fahrzeug geschleudert.

Ein Gutachter wurde zur Einsatzstelle gerufen. Auf Grund des Fundes wurde die Autobahn nun auch noch auf der Gegenseite voll gesperrt. Die genauen Umstände und wer das Fahrzeug geführt hat, sind Gegenstand der laufenden Unfallermittlungen. Die Beamten der Autobahnbahnpolizeiinspektion Schleifreisen benötigen zur genauen Ermittlung der Unfallursache weitere Angaben.

Wer hat am 26. November 2017 gegen 18.30 Uhr die BAB 9 befahren und kann Angaben zum Unfallhergang machen? Gibt es weitere Zeugen, die das Unfallgeschehen beobachtet haben? Bürger, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an die Autobahnpolizeiinspektion Schleifreisen unter der Telefonnummer 036601/700 oder auch an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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27.11.2017 / Polizei, Ronny Schuberth / Fotos: Arne Schein, Ronny Schuberth