Alkoholisierte Unfallverursacherin griff Rettungskräfte in Weimar an

Gestern Abend gegen 16.37 Uhr kam es zwischen dem Ortsausgang Weimar und dem Abzweig zum Klinikum zu einem schweren Unfall. Eine 75-jährige Weimarerin fuhr stadtauswärts und kam in der Rechtskurve nach links von der Straße ab.

Ein entgegenkommender Mercedes LKW wich daraufhin nach links auf die Gegenfahrbahn aus, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Die Honda-Fahrerin durchfuhr jedoch den Straßengraben, überfuhr mehrere Leitpfosten und lenkte zurück auf die Fahrbahn. Dort rammte sie den Entgegenkommenden und geriet dabei unter dessen Ladefläche, wurde gedreht und schleuderte dann in den nachfolgenden PKW Opel.

Erstaunlicherweise wurde die Verursacherin nur leicht verletzt. Als sich die Polizei-und Rettungskräfte um sie kümmern wollten, verweigerte sie jegliche Zusammenarbeit. Sie stieg weder aus ihrem Fahrzeug noch wollte sie einen Alkoholtest über sich ergehen lassen.

Im Fußraum des Hondas lagen mehrere Flaschen Schnaps und die Ausfallerscheinungen wiesen klar auf Alkoholkonsum hin. Letztendlich wurde die Verursacherin mit Zwang aus dem Fahrzeug geholt und zur Blutentnahme ins Klinikum Weimar verbracht. Der Führerschein wurde beschlagnahmt.

Damit nicht genug. Die 75-jährige führte sich im Klinikum nicht standesgemäß auf. Sie beleidigte neben den Polizeibeamten auch das Klinik- und Rettungspersonal. Das ging sogar soweit, dass sie einer Mitarbeiterin des Rettungsdienstes ins Gesicht schlug.

Der letzte mögliche Ausweg war die Unterbringung in der Psychiatrie im Klinikum. Neben dem Unfall unter Alkohol mit Personenschaden gab es Anzeigen wegen Beleidigung, Widerstand und Körperverletzung. Der Beifahrer im LKW erlitt leichte Verletzungen und wurde ebenfalls im Klinikum versorgt. Der LKW und der Honda wurden abgeschleppt.

17.11.2017 / Polizeiinspektion Weimar / fp
Symbolbild