Hinterachsen eines Tiefladers brannten auf A9 bei Schleiz

Eine werksneue Raupe konnte beim Brand eines Tiefladers auf der Bundesautobahn 9 bei Görkwitz im Saale-Orla-Kreis gerettet werden. Das rund 50 Tonnen schwere Gerät wurde zwar stark verrußt, scheint sonst aber noch intakt zu sein.

Die Kameraden der Schleizer Feuerwehr wurden am Mittwoch gegen 21.28 Uhr zum Ablöschen der drei brennenden Hinterachsen des Schwertransportes alarmiert. Polizei und Feuerwehr bemühten sich emsig, bereits nach kurzer Vollsperrung und noch während der Löscharbeiten den Verkehr auf der dritten Fahrspur wieder ins Rollen zu bringen.

Trotzdem krachte rund 600 Meter zurück im Rückstau ein PKW auf einen Kleintransporter. Die Feuerwehr Schleiz hatte zu diesem Zeitpunkt schon längere Zeit die Einsatzstelle mittels mobiler Vorwarntafel abgesichert. Allerdings beobachtete die Besatzung dieses Sicherungsfahrzeuges ein sehr aggressives Verhalten mehrerer Autofahrer mit etlichen Beinaheunfällen, bis es schließlich krachte.

Umgehend übernahmen die Einsatzkräfte die Sicherung der zweiten Einsatzstelle, kümmerten sich um die beteiligten Autofahrer, unter dem eine Person leicht verletzt wurde. Weitere Kräfte der Polizei und ein Rettungswagen wurden nachgefordert. Unter den Unfallbeteiligten war auch eine schwangere Frau. Sie wurde zusätzlich durch die Einsatzkräfte betreut.

Nach Unfallaufnahme beseitigten die Einsatzkräfte die Betriebsmittel, reinigten die Fahrbahn und transportierten im Auftrag der Polizei die Schadensfahrzeuge zum naheliegenden Parkplatz Himmelsteiche.

Die Ursache des Brandes des Tiefladers ist noch nicht geklärt. Eine Überlastung der Bremsen durch den langen zuvor befahrenen Bergeinstück bei Schleiz ist genauso möglich, wie ein technischer Defekt des Fahrzeuges. Weit nach Mitternacht waren alle Einsatzfahrzeuge wieder einsatzbereit am Standort – die Nacht konnte beginnen.

IMG 1112
« 1 von 8 »

26.10.2017 / Feuerwehr Schleiz / Ronny Schuberth