Großübung: 399 Einsatzkräfte bei Zugunglück auf ICE-Stecke beteiligt

Am Samstagmorgen, dem 21. Oktober 2017 riefen gegen 9.30 Uhr die Funkmeldeempfänger und Sirenen zu einem Zugunglück auf der neuen ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg.

Auf der Froschgrundseebrücke, in 65 Meter Höhe ist ein ICE mit einem Bauzug kollidiert, mehrere Personen sind verletzt und ein Feuer ist ausgebrochen. Dies war das fiktive Ereignis einer Großübung im Kreis Coburg, nahe der Landesgrenze zu Thüringen.

Feuerwehren, Rettungsdienst und THW aus Thüringen und Bayern werden zum Ereignis alarmiert. Verantwortlicher ist Kreisbrandinspektor Stefan Püls. Wie er im Gespräch mitteilt, wird eine ICE-Brücke wie eine reine Strecke behandelt.

Es seien weder Rettungsplätze noch eine Löchwasserleitung vorhanden. Aus diesem Grund gäbe es kein Ereignis, was auf dem Reißbrett entstanden ist, sondern man wolle sehen, wie sich der Einsatz aus der Standardalarmierung entwickle.

Die ersten Verletzten werden gerettet und zu den Sammelstellen am Nord- und Südkopf der Brücke verbracht. Weitere Kräfte werden nachalarmiert, so dass insgesamt 399 Einsatzkräfte involviert sind. Die Verantwortlichen zeigten sich am Mittag sehr zufrieden.

Problematisch sah man die Löschwasserversorgung. Hierfür musste eine etwa 1000 Meter lange Leitung vom Froschgrundsee zum Brandort aufgebaut werden, so dass erst eine Stunde nach Alarmierung Wasser zur Verfügung stand.

Positiv wird die Zusammenarbeit zwischen den Kräften aus Thüringen und Bayern bewertet.

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Fotos: Marcus Heinz