„IFA H6B“ DDR-Bus kracht im Weimarer Land gegen Mauer

Am Freitagabend gegen 18.00 Uhr kam es in Neustedt im Weimarer Land zu einem Busunfall mit einem Oldtimer-Bus.

Der Bus geriet aus noch ungeklärter Ursache zu weit nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr auf den Fußweg und kollidierte mit der rechten Seite mit einem Zaun und einer kleinen Mauer an einem Grundstück.

Umliegende Anwohner gaben an, einen lauten Knall gehört zu haben und seien sofort zur Hilfe geeilt. Sie alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Durch die Wucht des Aufpralls wurden ein Teil der Fahrgäste im Bus umhergeschleudert.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurden insgesamt fünf Menschen verletzt. Eine 59-Jähriger erlitt schwere Kopfverletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen werden. Die anderen Verletzten kamen mit den Rettungswagen ins Krankenhaus.

Die Ortsdurchfahrt Neustedt musste während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen voll gesperrt werden. Der Verkehr aus Richtung Eckartsberga, Bad Sulza und Apolda wurde bereits ab der Kreuzung B87 / L2158 gestoppt und umgeleitet.

Die Polizeiinspektion Apolda hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Fahrer gab gegenüber der Polizei an, einem im Gegenverkehr befindlichen Fahrzeug ausgewichen zu sein. Die Bergung des im Frontbereich völlig zerstörten Buses gestaltete sich schwierig.

Der IFA H6B DDR-Bus erlitt einen Totalschaden in Höhe von etwa 40.000 Euro. Auch die Mauer wurde beim Aufprall beschädigt. Die Reisegruppe war gerade unterwegs nach Erfurt, wo an diesem Wochenende das Oldtimertreffen stattfand. Die Ortsdurchfahrt Neustedt blieb bis in den späten Abend voll gesperrt.

Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Gebstedt und Neustedt, mehrere Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber und zwei Notärzte.

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