Porsche fliegt mit 300 km/h von der A4 bei Mellingen

Am Tag der Deutschen Einheit kam es gegen 21.15 Uhr auf der Bundesautobahn 4 zwischen Weimar und Mellingen in Fahrtrichtung Dresden zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen.

Der 23-jährige Fahrer eines 450 PS starken Porsche 911 Carrera GT3 kam mit sehr hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanke, fuhr die Böschung herunter auf ein angrenzendes Feld und flog anschließend rund 50 Meter durch die Luft, bevor er auf dem Asphalt eines Waldweges aufschlug. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug komplett zerstört. Die Trümmer verteilten sich auf einer Länge von rund 250 Metern.

Die beiden Insassen des Porsches konnten das Fahrzeug eigenständig verlassen. Sie kamen mit schweren Verletzungen mit Rettungswagen und einem Notarzt in eine Klinik. Dabei rettete sie wahrscheinlich die Bauweise des Sportwagens. Dieser war neben Vollschalensitzen auch mit Sportgurten ausgestattet.

Die Kameraden der Feuerwehren sicherten die Unfallstelle ab und beseitigten Trümmer von der Fahrbahn und der Böschung. Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen mussten zwei Fahrspuren der Autobahn gesperrt werden. Der Verkehr wurde einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Noch während des Einsatz fuhr ein LKW vermutlich aus Unachtsamkeit mehrere Verkehrskegel der Feuerwehr. Wie durch einen Wunder wurde niemand verletzt.

Die Autobahnpolizeiinspektion hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Tacho des Porsche blieb bei Tempo 300 stehen. Vermutlich war es auch die überhöhte Geschwindigkeit, die zum Unfall führte. Der Fahrer gab noch im Rettungswagen an, dass er gerade eben mit seinem Fahrzeug vom Nürburgring kam.

Am Porsche entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Er musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Schadenshöhe beträgt mindestens 125.000 Euro.

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