Polizei: Bereits 130 Verstöße beim “SonneMondSterne”-Festival

Auch in der vergangenen Nacht registrierte die Polizei im Rahmen des SonneMondSterne-Festivals keine erheblichen Sicherheitsstörungen. Trotzdem gab es für die derzeit in Saalburg eingesetzten Polizeibeamten einiges zu tun.

Bisher verzeichneten diese 130 Straftaten in und um das Veranstaltungsgelände, wobei es sich bei einem Großteil (ca. 110) um festgestellte Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz handelt. Des Weiteren wurden bisher drei Körperverletzungen sowie vereinzelte Diebstähle, Bedrohungen und Beleidigungen erfasst.

Nach den starken Niederschlägen am gestrigen Tag und in der vergangenen Nacht ist der Untergrund der aktuell zu etwa 90 Prozent belegten Campingplätze teilweise aufgeweicht und schlammig. Dies wurde gestern Abend unter anderem einer jungen Autofahrerin am Zeltplatz bei der Steinernen Rose zum Verhängnis.

Die Hamburgerin befuhr auf der Suche nach einem geeigneten Platz für ihr Zelt gegen 23.10 Uhr die abschüssige Wiese und verlor auf dem weichen Untergrund die Kontrolle über ihren Opel. Der Astra rutschte bergab gegen einen stehenden Mazda. Dabei entstanden Sachschäden in Höhe von ca. 6000 Euro. Zum Glück wurden nach jetzigen Informationen der Polizei keine Personen verletzt.

Ähnlich erging es wenige Minuten später offenbar auch einem sächsischen Mercedesfahrer. Der zunächst unbekannte Mann rutschte auf der nassen Wiese mit seinem blauen W124 gegen einen stehenden Skoda Octavia und verursachte dabei Sachschäden in Höhe von ca. 1000 Euro.

Da er trotz der Schäden nach dem Zusammenstoß laut Zeugenaussagen einfach weglief, wird gegen ihn nun wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Deshalb werden weitere Zeugen gesucht, die den Unfall beobachtet haben. Auch in diesem Fall wurde nach aktuellen Informationen keiner verletzt.

Die Polizei rät den noch anreisenden Festivalbesuchern, die Straßen, Wege und Zeltplätze in Saalburg sehr vorsichtig zu befahren. Für Fußgänger empfiehlt sich derzeit die Nutzung von festem Schuhwerk bzw. Gummistiefeln.

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11.08.2017 / Landespolizeiinspektion Saalfeld / fp
Fotos: Polizei Thüringen