Polizeieinsatz bei „Rock gegen Überfremdung“ in Themar beendet

Nach dem Abschluss des Rechtsrock-Konzertes am Sonntagmorgen in Themar zieht die Polizei eine größtenteils positive Bilanz des Einsatzes. Die Versammlung sowie die Gegendemonstrationen verliefen größtenteils friedlich. An der Versammlung „Rock gegen Überfremdung“ nahmen zu Spitzenzeiten knapp 6000 Personen teil. Etwa 500 Teilnehmer nahmen an den zehn angemeldeten Gegendemonstrationen teil.

Während des gesamten Polizeieinsatzes wurden drei Personen in Gewahrsam genommen und die Identität von 440 Personen festgestellt. Zudem wurden neun Gegenstände, darunter Betäubungsmittel und nach Versammlungsrecht verbotene Gegenstände, sichergestellt.

Insgesamt wurden 43 Strafanzeigen u.a. wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Bedrohung, Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz sowie das Waffengesetz gefertigt. Außerdem kam es zu Beleidigungshandlungen gegenüber zwei Journalisten. Alle polizeilichen Maßnahmen richteten sich gegen Teilnehmer der Versammlung „Rock gegen Überfremdung“, gegen Teilnehmer der Gegendemonstration war kein polizeiliches Einschreiten erforderlich.

Die Abreise der Teilnehmer verlief ohne Vorkommnisse und teilweise unter polizeilicher Begleitung. Die für die Versammlung gesperrten Straßen wurden in den frühen Morgenstunden wieder freigegeben. Die Thüringer Polizei konnte mit Hilfe der Polizeikräfte aus anderen Bundesländern ihr Ziel, einen friedlichen und weitgehend störungsfreien Verlauf des Versammlungsgeschehens sowie die öffentliche Sicherheit und Ordnung für die Anwohner Themars zu gewährleisten, erreichen.

Die Thüringer Polizei setzte die Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, sowie mehrere Hundertschaften der Landespolizei ein. Unterstützungseinheiten kamen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Die Staatsanwaltschaft Meiningen war vor Ort, die Amtsgerichte Sonneberg und Meiningen hatten vorsorglich Bereitschaftsdienste insbesondere für Haftentscheidungen eingerichtet.

Innenminister Dr. Holger Poppenhäger dankt der Polizei für den reibungslosen Einsatz: „Das Konzept der Polizei ist hervorragend aufgegangen, die Polizei hatte die Lage jederzeit im Griff. Insbesondere vor dem Hintergrund der starken Einsatzbelastung nach dem G20-Gipfel gilt mein besonderer Dank der Thüringer Polizei und den sie unterstützenden Einheiten aus anderen Bundesländern“, betont der Innenminister.

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16.07.2017 / Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales / fp