Illegaler Abfalltransport aus Italien auf der A9 bei Schleiz gestoppt

Am 8. April 2017 wurde auf dem Parkplatz Himmelsteiche auf der A9 ein Abfall- LKW festgestellt, aus dessen Anhänger stetig eine ölige Flüssigkeit auf den Boden des Parkplatzes tropfte. Es hatte sich bereits eine ca. drei Quadratmeter große Lache gebildet. Laut den Fahrzeugpapieren soll es sich bei der Ladung um gefährlichen Abfall in Form von Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht oder solche Stoffe enthält, handeln.

Bei einer ersten oberflächigen Sichtung der Ladung konnte dies bestätigt werden. Jedoch war die nicht unerhebliche ölige Substanz verdächtig. Spezialisten der Autobahnpolizei nahmen sich des LKW an und führten Rücksprache mit den Abfallbehörden in Thüringen und Sachsen, wohin die Ladung gehen sollte, weitere Prüfungshandlungen durch. Zunächst konnte durch eine Firma ausgeschlossen werden, dass es sich um Hydraulikflüssigkeit des LKW handelt. Vor der endgültigen Entladung wurde durch die Feuerwehr das OK gegeben, dass die Substanz nicht gefährlich ist und es sich nur um Öl handelt.

Nun begann die Entladung des Anhängers auf einem Firmengelände im Saale-Orla-Kreis. Beaufsichtigt wurde dies von der Abfallbehörde des Landkreises, dem Thüringer Landesverwaltungsamt und dem Landeskriminalamt Thüringen. Bei der Entladung wurden hinter und unter der genehmigten Ladung, Paletten mit gefährlichen Wellasbestplatten und mehrere Kanister mit Industrieöl und -fett festgestellt. Es wurde Anzeige erstattet wegen des Verdachtes der illegalen Verbringung von gefährlichen Abfällen gem. § 18a AbfVerbrG, die das Landeskriminalamt Thüringen bearbeitet. Die Ladung muss nun wieder neu verpackt werden und geht zurück nach Italien.

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19.04.2017 / Autobahnpolizeiinspektion / fp