Feuerwehr simuliert Unfall mit Traktor und zwei eingeklemmten Personen

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Moorental wurden am 06. April 2017 gegen 18.25 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Personenkraftwagen und einem Traktorgespann auf die Kreisstraße 101 zwischen den Ortschaften Oberndorf und Kapellendorf (Landkreis Weimarer Land) alarmiert.

Die Fahrerin eines PKW Renault Megane befuhr mit einer weiteren Insassin die K101 aus Oberndorf kommend in Richtung Kapellendorf. Im Bereich eines Abzweiges bzw. auf Höhe der Zufahrt eines Feldwegs, überfuhr ein Traktor mit Anhänger die Kreisstraße. Die Fahrerin des PKWs realisierte dies zu spät, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte frontal unter den Anhänger. Die zwei Insassen wurden durch die Wucht des Aufpralls in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Der Traktorfahrer blieb weitestgehend unverletzt, er stand lediglich unter Schock. Das Fahrzeug verkeilte sich unter dem Anhänger. So lautet das angenommen Szenario der Einsatzübung der Moorentaler Wehr.

Die Feuerwehr sperrte zunächst die Kreisstraße gegen den fließenden Verkehr ab. Eine halbseitige Sperrung wurde eingerichtet. Anschließend mussten die verunfallten Fahrzeuge gegen Wegrollen gesichert werden. Einsatzleiterin Eileen Urbach verschaffte sich dabei bereits ein Bild von der Lage und forderte umgehend weitere Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Apolda an, die nach wenigen Minuten mit einem Rüstwagen und einem Tanklöschfahrzeug am Unfallort eintrafen. Zur Sicherstellung vom Brandschutz bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße wird Wasser benötigt. Moorental hat kein wasserführendes Fahrzeug, also kein Wassertank auf dem Löschgruppenfahrzeug installiert und ist somit auf die Hilfe von Apolda angewiesen.

Nach Ankunft der nachgeforderten Kräfte begannen die Kräfte der Moorentaler Wehr mit der technischen Rettung der Insassen mit schwerem Bergegerät. Mit einer Rauchbombe simulierte Frank Urbach, Wehrleiter der Feuerwehr Moorental, der die Einsatzübung geplant und als Beobachter zur Seite stand, eine starke Rauchentwicklung und den plötzlichen Ausbruch eines Brandes im Motorraum des PKW. Nach einem Unfall kann dies jederzeit passieren, daher muss die Feuerwehr Feuerlöscher und Schlauchleitungen zur Absicherung der Brandgefahr bereitlegen, da die Fahrzeugbatterie unter Umständen nicht abgeklemmt werden kann.

Aufgrund der geringen Verkehrsdichte im dortigen Bereich werden die Feuerwehrleute von Oberndorf, Herressen und Sulzbach nicht so häufig mit Verkehrsunfällen konfrontiert. Somit wurde eine Übung zu dem speziellen Thema notwendig. Die Truppe besteht aus vielen jungen Kameraden und Kameradinnen, die die Übung nach Einschätzung von Wehrleiter Frank Urbach, mit Bravour gemeistert haben und alle Gefahren erkannten.

Der Unfall wurde kurze Zeit vor der Durchführung auf der Landstraße nachgestellt. Erschreckend war für die Feuerwehr und Unfalldarsteller, dass kein Fahrzeug anhielt, um Hilfe zu leisten. Das Szenario musste ja bereits vor dem Ausrücken der Wehr fertiggestellt sein. Alle fuhren einfach weiter…

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