1. Reisetag Afghanistan: Mit dem Hubschrauber ins Feldlager nach Kunduz

Nach einem mehrstündigen Flug mit Zwischenstopp in Istanbul landeten meine Begleitung Tanja und Ich auf dem zivilen Teil des Afghanischen Flughafen Masar-e Scharif. Aus dem Flugzeug ausgestiegen, ging es zu Fuß gleich in die Ankunftshalle. Dort musste man den Reisepass und das Visum vorzeigen. Die Formalitäten wurden erledigt und schon ging es mit der Bundeswehr gemeinsam in das Camp Marmal. Hier gab es ein kurzes Frühstück zur Stärkung.

Kurze Zeit später bezogen wir unsere Unterkunft, einen recht angenehmen Wohncontainer mit WLAN und einigem Komfort. Anschließend gab es für jeden von uns beiden eine Schutzweste und einen Helm. Anschließend ging es mit einem Sikorsky CH53 Hubschrauber in das Lager nach Kunduz. Dort gab es eine Führung durch das Lager. An unserer Seite waren die ganze Zeit Kräfte der „Guardian Angels“ der Bundeswehr. Diese sorgten schwer bewaffnet für den Schutz der zu Begleitenden Personen. Im Lager besuchten wir dann auch eine Tagung der Agfhanischen Nationalarmee.

In dieser trafen sich die Armee, die Polizei und zivile Organisationen für ein Gespräch über die Sicherheit Afghanistans und die weitere Vorgehensweise zur Stärkung der Sicherheit. Im Anschluss bot sich noch die Möglichkeit für ein persönliches Interview mit General Ab. Malik. In dem Gespräch ging es um die Sicherheitslage in Afghanistan, das Deutsche Arrangement der Bundeswehr und die Herausforderungen an die Bevölkerung. Nach dem Gespräch gab es für die Gäste des Generales noch Tee und kleine Knabbereien. Mit einer freundlichen Verabschiedung verließen wir das Büro und machten uns nur wenige Minuten später mit dem Hubschrauber auf den Rückweg.

Während des Fluges ging es über die wüstenähnliche Landschaft. Ab und an sah man mal eine kleine Hütte mit ein paar Menschen. Davor gab es immer wieder größere Herden von Ziegen, Schafen und Kamelen. Bei bestem Wetter um die 18° Celsius war das ein wunderschönes Erlebnis und so endete der Erste Tag in Afghanistan mit vielen interessanten Eindrücken von einem Land, was seit Jahren vom Terror gebeutelt ist.

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