Fahrer kracht auf A9 bei Schleiz unter Lastzug – keine Rettungsgasse

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schleiz wurden am 02. März 2017 gegen 8.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Schleiz und Bad Lobenstein (Saale-Orla-Kreis) alarmiert.

Ein PKW Audi war nahezu ungebremst unter einen Lastzug gekracht und dessen Fahrer wurde eingeklemmt. Offenbar hatte der Fahrer den langsam am Bergaufstück fahrenden Lastzug zu spät erkannt. Zunächst kam es zu einer problematischen Gestaltung der Anfahrt. Beamte der Autobahnpolizei mussten viel Zeit aufwenden, um überhaupt ansatzweise eine Rettungsgasse für die Einsatzfahrzeuge von DRK und Feuerwehr bilden zu können.

Am Einsatzort befand sich der Lastzug auf dem Standstreifen. Weit dahinter wurde der PKW Audi mit der eingeklemmten Person auf der dritten Fahrspur vorgefunden. Mittels der neuen Rettungsschere trennten die Einsatzkräfte das Dach des Fahrzeuges ab. Problemlos schnitt die neuste Technik die teilweise hochfesten Bleche durch. Vor einem halben Jahr noch ließ die alte hydraulische Rettungsschere die Kameraden fast im Stich und forderte wesentlich mehr Zeit zur Rettung von Personen aus massiven Fahrzeugen.

Vorsichtig konnte bereits nach wenigen Minuten der schwer verletzte Fahrer aus seinem PKW gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Er wurde später mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Noch während der Bergungsarbeiten und Reinigung der Fahrspuren konnte nach ca. 90 Minuten der Verkehr sicher an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Die mobile dynamische Vorwarntafel war wieder ein Baustein für ein sicheres Arbeiten der Einsatzkräfte am Unfallort.

Kräfte im Einsatz: Freiwillige Feuerwehr Schleiz, Rettungswagen, Notarzt, Rettungshubschrauber, Autobahnpolizei

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Fotos: Freiwillige Feuerwehr Schleiz