Innenminister übergab Drehleiter an die Berufsfeuerwehr Nordhausen

Innenminister Holger Poppenhäger hat am Freitag, den 24. Februar 2017, die zweite Drehleiter für die Stützpunktfeuerwehr Ost an die Nordhäuser Berufsfeuerwehr übergeben. Die Drehleiter des Typs DLAK 23/12 ist zur Menschenrettung, zur Bergung von Verletzten und zum Löschangriff geeignet. Die 750.000 Euro teure Drehleiter förderte der Freistaat Thüringen mit 225.000 Euro. Den Zuwendungsbescheid überreichte Innenstaatssekretär Udo Götze im Oktober 2015.

Das Fahrzeug deckt künftig den vorgeschriebenen Mindestbedarf an Drehleiterfahrzeugen für den überörtlichen Einsatzbereich der Stützpunktfeuerwehr OST in der Stufe 2 ab. Mit der DLAK 23/12 ist es möglich, bei einer Ausladung von 12 Metern eine Rettungshöhe von 23 Metern zu erreichen. Das entspricht etwa dem siebten Stockwerk eines Hauses. Aufgrund des neigbaren Rettungskorbs kann die Drehleiter auch in schwierigen Situationen eingesetzt werden. So können beispielsweise Dachfenster erreicht werden, die mit einer herkömmlichen Drehleiter nicht zugänglich wären.

Nach wie vor müssen etwa 10 Prozent der in Not geratenen Menschen über Hubrettungsfahrzeuge wie die DLAK 23/12 der Feuerwehr gerettet werden, weil bauliche Rettungswege oder andere Zugänge nicht zur Verfügung stehen. Der Landkreis Nordhausen verfügt gegenwärtig über insgesamt fünf notwendige Hubrettungsfahrzeuge. Im Jahr 2015 wurden durch die Wehr bereits 2.154 Einsätze bearbeitet, davon 70 Brandeinsätze, 1.825 Hilfeleistungseinsätze und 259 Fehleinsätze.

Der Freistaat Thüringen verfügte im Jahr 2015 über insgesamt 84 Hubrettungsfahrzeuge. Für die Beschaffung von insgesamt 70 modernen Drehleitern wurden vom Land seit 1991 bis 2016 insgesamt 15.750.000 Euro bewilligt. Gemeinsam mit Nordhausens Landrat Matthias Jendricke und Bürgermeisterin Jutta Krauth testet Innenminister Dr. Holger Poppenhäger das neue Drehleiterfahreug.

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28.02.2017 / Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales / fp
Fotos: TMIK/Paul-Philipp Braun