Feuerwehr rettet Bewohner aus brennender Wohnung in Weimar-Taubach

Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Weimar und die Freiwilligen Feuerwehren Weimar-Taubach, Ehringsdorf und Mitte wurden am Donnerstag, den 19. Januar 2017 gegen 23.34 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Ilmtalstraße nach Weimar-Taubach (Stadt Weimar) alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte eine Einliegerwohnung eines Dreiseitenhofes in voller Ausdehnung. Aus der Wohnung schlugen bereits meterhoch die Flammen aus einem Fenster. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz begannen umgehend mit der Brandbekämpfung und Personensuche. Zu diesem Zeitpunkt wurde noch ein Bewohner der Einliegerwohnung vermisst. Weitere Trupps bekämpften die Flammen im Dachbereich von der Drehleiter aus. Die vermisste Person, ein 33-jähriger Bewohner, konnte durch die Feuerwehr in der Brandwohnung gefunden und gerettet werden. Er wurde anschließend mit einer schweren Rauchgasintoxikation mit einem Rettungswagen und einem Notarzt in das Klinikum Weimar gebracht.

Das Feuer in der betroffenen Wohnung war gegen 0.30 Uhr gelöscht. Mit einer Wärmebildkamera wurde die Brandwohnung auf weitere Glutnester abgesucht. Die angrenzenden Wohnungen wurden mit einem Messgerät überprüft. Eine Bewohnerin mit zwei Kleinkindern wurde durch die Polizei zu Verwandten gebracht.

Schwierigkeiten bereiteten den Einsatzkräften die strengen Temperaturen von – 10° Celsius. Das Löschwasser gefror sofort auf dem Boden. So bildete sich eine rutschige Eisschicht. Diese musste durch die Kameraden mittels Sand abgestreut werden.

Während der Einsatzmaßnahmen war die Ilmtalsstraße durch Taubach komplett gesperrt. Die Polizeiinspektion Weimar, die Bereitschaftspolizei Erfurt und die Kriminalpolizei unterstützten die Feuerwehr bei der Betreuung der aus dem Gebäude evakuierten Personen. Die Weimarer Verkehrsbetriebe unterstützten mit einem Bus, in dem die anderen Hausbewohner vorerst unterkommen sollten. Gegen 02.00 Uhr wurde die betroffene Wohnung durch die Polizei für die Ermittlungen zur Brandursache versiegelt, sodass die anderen Bewohner des Vierseitenhofes wieder in ihre Wohnungen zurück konnten.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. An der Einliegerwohnung entstand erheblicher Schaden. Sie ist derzeitig unbewohnbar. Der Schaden an der durch den Brand zerstörten Wohnung wird auf 45.000 Euro geschätzt. Zur Absicherung des Einsatzes stand ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes bereit.

Kräfte im Einsatz: Berufsfeuerwehr Weimar, Freiwillige Feuerwehren Weimar-Ehringsdorf, -Mitte und Taubach, Einsatzleitdienst Feuerwehr Weimar, Leitung Feuerwehr Weimar, Rettungswagen, Notarzt, Polizeiinspektion Weimar, Bereitschaftspolizei Erfurt, Kriminalpolizeiinspektion

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