Mehrere verletzte Bewohner bei Brand in Apoldaer Obdachlosenunterkunft

Die Freiwillige Feuerwehr Apolda wurde am Montag, den 2. Januar 2017 gegen 22.15 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Stobraerstraße in Apolda (Kreis Weimarer Land) alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte brannte ein Flachbau, welcher als Obdachlosenunterkunft genutzt wurde, bereits in voller Ausdehnung. Aufgrund der Größe des Feuers und einer bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Anzahl an verletzten Personen wurden weitere Feuerwehren und Rettungskräfte alarmiert.

Mehrere Trupps begannen umgehend mit der Brandbekämpfung von mehreren Seiten. Weitere Trupps suchten den Flachbau von außen ab und retteten vier Bewohner durch das Fenster. Fünf Personen wurden durch den Rettungsdienst vor Ort behandelt und anschließend in das Klinikum Apolda mit Rauchgasintoxikation und Brandverletzungen gebracht.

Während der Löschmaßnahmen wurde das Feuer auch mit einer Drehleiter bekämpft. Ein hinter dem Flachbau befindlicher Gastank wurde durch die Feuerwehr mit Wasser abgeschirmt. Trotz des massiven Kräfteeinsatzes brannte das Gebäude komplett nieder. Die Löschmaßnahmen dauerten mehrere Stunden. Zur Wasserversorgung waren mehrere Tanklöschfahrzeuge im Einsatz. Die waren nötig, weil es unmittelbar an der Einsatzstelle nur einen Unterflurhydranten gab.

Ein direkt an den Flachbau angrenzendes Wohnhaus wurde glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Wind stand günstig und hielt so die Flammen von dem Haus fern.

Insgesamt kämpften rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei und freiwillige Helfer gegen die Flammen. Mitarbeiter eines örtlichen Pflegeheimes versorgten die Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Essen.

Insgesamt waren in der Obdachlosenunterkunft 16 Bewohner gemeldet. Von zwei bis drei Bewohnern fehlte in der Nacht noch die Information über den Aufenthaltsort. Ob sie sich zum Brandzeitpunkt noch im Gebäude befanden haben, muss nach den Löschmaßnahmen geprüft werden. Für die restlichen, unverletzten Bewohner richtete die Stadt Apolda eine Notunterkunft ein. Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand verschaffte sich noch am Abend einen Überblick an der Einsatzstelle.

Die Polizeiinspektion Apolda und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die genauen Umstände des Feuers können aber erst im Laufe des Tages ermittelt werden, wenn die Löschmaßnahmen abgeschlossen sind. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

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