Schweinetransport verunfallte auf der A4 bei Erfurt: mehrere Tiere verendet

Gegen 13.25 Uhr verunglückte auf der Autobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Erfurt-West und Erfurt-Ost in Fahrtrichtung Dresden ein Tiertransporter.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam der Fahrer aus Unachtsamkeit von der Fahrbahn ab und fuhr in den angrenzenden Straßengraben. Anschließend kippte der LKW auf die Seite und blieb liegen. Der Fahrer konnte mit leichten Verletzungen sein Fahrzeug eigenständig verlassen. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Klinikum gebracht.

Im Tiertransporter befanden sind rund 180 Schweine. Diese wurden durch den Unfall zum Teil verletzt und getötet. Die Einsatzkräfte bewässerten die Tiere, damit sie aufgrund der Außentemperaturen von 27° Celsius nicht verendeten. Ein zusätzlich angeforderter Tiertransporter wurde hinter den verunfallten LKW gestellt. Mit Zäunen wurde ein Weg in den Transporter errichtet. Die noch lebenden Tiere wurden so nach und nach von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug gerettet. Da die Zwischenböden des LKW zum Teil verkeilt waren, musste hier mit hydraulischem Gerät gearbeitet werden.

Neben der Feuerwehr und der Polizei war auch eine Amtsveterinärin und ein praktizierender Tierarzt an der Unfallstelle. Ein Teil der Schweine war durch den Unfall schwer verletzt. Sie mussten durch die Tierärzte vor Ort erlöst werden.

Die Bergungsmaßnahmen werden noch bis in die späten Abendstunden andauern. Die Fahrbahn musste für den Verkehr komplett gesperrt werden. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Für Übersichtsaufnahmen von der Unfallstelle war der Hubschrauber der Polizei im Einsatz. Der Verkehr wurde von der Autobahn abgeleitet. Am LKW entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt.

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