Rentnerin bei Weimar von Zug erfasst und tödlich verletzt

Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Weimar wurden am Montag, den 3. August 2015 gegen 22.19 Uhr zu einem Bahnunfall mit einer tödlich verletzten Person auf die Strecke Weimar-Erfurt, Höhe Umgehungsstraße (Stadt Weimar) alarmiert.

Ein Lokführer verständigte kurz nach 22.00 Uhr die Rettungskräfte. Er teilte mit, dass er eine Person mit seinem Zug erfasst hatte. Neben der Feuerwehr wurden auch ein Rettungswagen und ein Notarzt hinzugezogen. Nach der Verständigung mit dem Zugführer wurde die Bahnstrecke in Richtung Erfurt, beginnend von der Bahnbrücke über die Umgehungsstraße B7, abgesucht. Zirka 200 Meter nach der Brücke wurde eine weibliche Person im Gleisbett durch die Rettungskräfte gefunden. Trotz sofortiger Erstversorgung verstarb die Frau an der Unfallstelle.

Die Kameraden der Feuerwehr leuchteten die Einsatzstelle an der Bundesstraße 7 Bahnbrücke aus. Die Person wurde mittels einer Schleifkorbtrage geborgen. Dazu kam auch die Drehleiter zum Einsatz. Anschließend wurden die Rettungskräfte mit der Drehleiter aufgrund des unwegsamen Geländes zur Straße zurück gebracht.

Die Polizeiinspektion Weimar, die Bundespolizei und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Bei der verunfallten Person handelte es sich um eine 74-jährige Rentnerin aus einem Weimarer Pflegeheim. Sie war von einem Spaziergang am Nachmittag nicht zurückgekommen. Die Polizei setzte zur Suche unter anderem einen Fährtenhund ein. Die Frau hatte aus bisher unbekannten Gründen die Schiene betreten und war dort von einem Zug erfasst worden. Die Bundesstraße 7 in Fahrtrichtung Weimar-Schöndorf musste während der Einsatzmaßnahmen bis zirka 1.00 Uhr voll gesperrt werden. Der Bahnverkehr musste für mehrere Stunden eingestellt werden.

Während des Einsatz der Berufsfeuerwehr Weimar übernahm die Freiwilligen Feuerwehr Weimar-Mitte die Stadtbereitschaft.

Noch während der Einsatzmaßnahmen gab es einen weiteren Vermisstenfall in Weimar. Ein 15-jähriges Mädchen sollte ins Krankenhaus eingewiesen werden und hatte sich deshalb gegen Mitternacht von zu Hause, mit der Drohung sich umzubringen, entfernt. Da sie in Richtung der Bahnanlage gelaufen ist, wurde auch hier der Zugverkehr erneut vorübergehend eingestellt. Sie wurde nach dreistündiger Suche im Stadtgebiet von Weimar gefunden und ins Krankenhaus eingeliefert. Bei der Suche war ab 01.20 Uhr auch ein Polizeihubschrauber mit im Einsatz. Aufgrund der Hubschrauber-Geräusche hatte es mehrere Nachfragen und Beschwerden von Weimarer Bürgern bei der Polizei gegeben, die selbst nachdem der Grund für den Hubschraubereinsatz erläutert worden war, wenig Verständnis zeigten.

Kräfte im Einsatz: Berufsfeuerwehr Weimar, Einsatzleitdienst Feuerwehr Weimar, Rettungswagen, Notarzt, Polizeiinspektion Weimar, Bundespolizei, Kriminalpolizei, Notfallmanager Deutsche Bahn

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