PKW kracht in vollbesetzten Bus auf der Autobahn 9

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schleiz wurden am 01. März 2015 gegen 17.52 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem Bus auf die Bundesautobahn 9 alarmiert.

Der altbekannte Unfallschwerpunkt der Bundesautobahn 9 am Kilometer 226 bei Schleiz war wieder einmal Schauplatz eines schweren Verkehrsunfalls. Aus noch völlig ungeklärter Ursache krachte ein Pkw in das Heck eines vollbesetzten Busses, nachdem er offenbar zunächst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war. Anschließend schien er wieder zurück auf die Fahrbahn geschleudert zu sein.

Die Einsatzstelle befand sich unmittelbar hinter einer Linkskurve der Autobahn, direkt an der Unterführung zum Schleizer Industriegebiet. Zunächst begannen die Kameraden der Feuerwehr den Einsatzort umfassend abzusichern. Ein Fahrzeug wurde zur Rückstauabsicherung an der Anschlussstelle Schleiz beordert, da viele Autofahrer mit enorm hoher Geschwindigkeit auf den Rückstau zurasten. Die früher hilfreichen Klappschilder zur Geschwindigkeitsreduzierung sind leider nicht mehr verfügbar. Somit bleibt ein hohes Risiko für die Einsatzkräfte und unbeteiligten Fahrzeugführer oberhalb des Unfallortes.

Nach erster Lageerkundung konnte leichte Entwarnung gegeben werden. Im Rettungswagen wurde der Fahrzeugführer des auf dem Kopf liegenden Pkw behandelt.

Der Notarzt und einige Kameraden der Feuerwehr bemühten sich zunächst um die 11 Kinder und 7 Betreuer einer Rostocker Sportmannschaft, die auf dem Rückweg von München kommend in diesen Unfall verwickelt wurden.

In Absprache mit der Autobahnpolizei wurden alle Businsassen mit Löschfahrzeugen zunächst ins Schleizer Feuerwehrgerätehaus gebracht. 2 Frauen des Schleizer Feuerwehrvereines versorgten die nun gestrandeten Kinder und Betreuer, während am Einsatzort allerhand Arbeit zur gröbsten Beseitigung der Schäden anstand.

Hunderte Meter Trümmer, Glas und ausgelaufenen Betriebsstoffe über 3 Fahrspuren, dem Standstreifen und dem Straßengraben wurden beseitigt.

Um die Vollsperrung schnellstens wieder aufheben zu können, konzentrierten sich die ersten Arbeiten auf die Reinigung der rechten Fahrspur. Nach gut 30 Minuten rollte der Verkehr auf dieser Spur an der Unfallstelle vorbei.

Im Gerätehaus war man inzwischen mit der Organisation eines Ersatzbusses beschäftigt. Mehrere Unternehmen konnten vor allem aus krankheitsbedingten Gründen keine so lange Tour kurzfristig übernehmen. Nach vielen Telefonaten konnte schlussendlich doch noch den Reisenden geholfen werden. Ein Transportunternehmen aus Plauen übernahm die lange Reise bis nach Rostock, ganz zur Freude der Kinder und Betreuer der Eisschnelllauf- Mannschaft (Shorties) des ESV Turbine Rostock.

Die hatten inzwischen schon die ersten Schäden an ihren Gepäckstücken besichtigt.

Genau um 22:00 Uhr ging die Reise vom Feuerwehrgerätehaus Schleiz in Richtung Rostock weiter.

Kräfte im Einsatz: Freiwillige Feuerwehr Schleiz, Rettungswagen, Notarzt, Autobahnpolizei, Abschleppunternehmen, Feuerwehrverein

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