Großeinsatz der Polizei anlässlich mehrerer Demonstrationen in Weimar

Der heutige Polizeieinsatz anlässlich des Demonstrationsgeschehens in Weimar ist beendet. Mehrere hundert Polizeibeamte aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und von der Bundespolizei sorgten dafür, dass die gegensätzlichen Demonstrationsteilnehmer nicht aufeinander trafen und es zu keinen nennenswerten Auseinandersetzungen der beiden Lager kommen konnte.

Von den 150 angemeldeten Veranstaltungsteilnehmern des rechten Spektrums waren etwa 100 erschienen. Das Bürgerbündnis gegen Rechts hatte ca. 400-500 Veranstaltungsteilnehmer angemeldet, am Ende aber nach letzten Schätzungen bis zu 1200 (entgegen der bisher gemeldeten 800) mobilisiert, die die rechte Demo durchgängig mit lautstarken Protesten begleiteten.

Gegen 15:30 Uhr waren die angemeldeten Veranstaltungen beendet. Einzelne Straf- und Ordnungswidrigkeiten musste die Polizei im Zusammenhang mit den Demonstrationen aufnehmen.

Drei mutmaßlich vermummte unbekannte Täter verletzten gegen 12:50 Uhr im Bereich der Müllerhartungstraße/Fuldaer Straße einen 26-jährigen Mann. Er wurde Opfer eines Pfeffersprayeinsatzes und musste ärztlich versorgt werden. Eine politische Zuordnung der Täter und des Opfers liegt hier derzeit nicht vor. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Gegen 13:00 Uhr warfen Unbekannte Flaschen und Eier in Richtung des Aufzugs zum „Ehrenhaften Gedenken für die Opfer der Bombardierung deutscher Städte im Jahr 1945“. Verletzt wurde niemand. Sachschaden ist ebenfalls nicht entstanden. Hinweise zum Täter liegen derzeit nicht vor. Eine Anzeige wurde von Amts wegen aufgenommen. Nach einem weiteren Flaschenwurf gegen 14:30 Uhr, konnte der aus dem linken/bürgerlichen Spektrum stammende 34-jährige Täter, festgenommen werden. Dieser hatte die Flasche gegen Mitglieder seiner eigenen Gruppe geworfen.

Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurde ein Mann vorläufig festgenommen. Er hatte zuvor versucht, eine Polizeiabsperrung zu übersteigen. Als ihn Polizeibeamte daran hindern wollten, leistete der 24 jährige Widerstand. Mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen öffentlichen Urinierens nahm die Stadtverwaltung Weimar auf.

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