Dräger HPS 7000 PRO – Feuerwehrhelm

Aktuell haben wir den Dräger HPS 7000 PRO Feuerwehrhelm getestet. Neben dem ungewöhnlichen Design und der kompakten Bauweise gibt es noch weitere Interessante Merkmale. In einem ausführlichem Tragetest haben wir den Helm unter verschiedenen Bedingungen getestet.

 

Aussehen / Design

Der Dräger HPS 7000 PRO hat ein sehr ungewohntes Design. Er hebt sich von dem Design klassischer Feuerwehrhelme sichtbar ab. Auf dem ersten Blick könnte man denken, man hat einen Motorradhelm vor sich.

Im Nackenbereich ist der Helm sehr kompakt gebaut. Durch diese Kompaktheit hat man während des Tragens das Gefühl einer sehr uneingeschränkten Bewegung.

Ein weiteres Merkmal ist die Farbe. Durch das leuchtgelb ist die Sichtbarkeit von Einsatzkräften an der Einsatzstelle deutlich erhöht.

Auf der Frontplatte des Helmes können verschiedene Farben, Reflexfolien oder Kennzeichnungen angebracht werden.

 

Tragekomfort

Das wichtigste für den Träger eines Feuerwehrhelmes ist der Komfort. Der Nutzer des Helmes erwartet einen angenehmen Sitz, ein geringes Gewicht und eine gute Luftzirkulation unter dem Helm.

Verschiedene Personen haben den Dräger HPS 7000 PRO über mehrere Stunden getragen. Dabei kam es bei keiner der Testpersonen zu irgendwelchen druckstellen durch den Helm. Durch sein anpassbare Innenleder kann der Helm auf jeden Träger optimal eingestellt werden.

Ein Haarnetz sorgt für den nötigen Abstand zwischen Kopf und Helminnenleben. Diese lässt sich in seiner Spannung mehrfach verstellen. Zwischen den Netz bildet sich eine Luftschicht. Diese sorgt für eine optimale Luftzirkulation.

Die Größe des Helmes kann durch einfaches drehen eines größeren Stellrades an der Helmhinterseite eingestellt werden. Durch einen Sicherheitsmechanismus ist ein versehentliches verstellen unmöglich.

Die Einstellung der Nackenbebänderung erfolgt mittels zweier Schnellverschlüsse. Der Kinnriemen ist durch Klett variabel konfigurierbar. DIe Polsterung des Helmes ist aus Nomex-Material.

Der Kopftragering ist aus Öko Leder. Auch er wirkte nach mehreren Stunden tragen immer noch sehr angenehm.

Das Gewicht des Dräger HPS 7000 PRO beträgt zirka 1580 Gramm. Er gehört damit zu einem der leichtesten Feuerwehrhelme die aktuell für den Einsatz in Deutschland zugelassen sind.

 

Sicherheitsausstattung

Der Dräger HPS 7000 PRO hat ein Gesichtsschutzvisier und eine zusätzliche Schutzbrille.

Das Gesichtsschutzvisier kann in zwei Stufen genutzt werden. In der ersten Stufe bedeckt es das halbe Gesicht. In der zweiten Stufe reicht der Gesichtsschutz bis zum Kinn. Die zusätzliche Schutzbrille wird einfach mittels Augeschutzhebel betätigt. Dieser befindet sich auf der rechten und linken Helmseite und ist somit für Rechts- und Linkshänder geeignet.

Die Augenschutzbrille ist an der Unterseite mit einer Gummilippe versehen. Dies erhöht den Komfort beim Tragen deutlich. In der Standard Ausfühung ist die Augenschutzbrille klar. Sie kann aber auf Wunsch auch getönt geliefert werden. Zusätzlich ist die Augeschutzbrille mit einer Antikratzbeschichtung ausgestattet.

Die Augenschutzbrille ist nach EN 14458:2004 zertifiziert. Der Helm ist nach EN 443:2008 zugelassen. Er ist somit ein Feuerwehrhelm zur Brandbekämpfung in Gebäuden und anderen baulichen Anlagen.

 

Masken-Helm Adaption

Der Dräger HPS 7000 PRO ist mit einer Masken-Helm Adaption ausgestattet. Diese ist für alle Atemschutzmasken aus dem Hause Dräger zugelassen. Durch vier einstellbare Positionen kann der Träger die Adaption anpassen.
Die Masken-Helm-Kombination hat eine Zulassung nach DIN 58610.

 

Technische Daten:

  • Gewicht 1580 Gramm
  • Größe: H1: Kopfgröße von 52 bis 60 cm; H2:56 bis 64 cm
  • Material Außenschale: Composite bestehend aus glasfaser-verstärktem Kunststoff, zusätzlich mit Aramid verstärkt, hochtemperatur beständig
  • Innenausstattung: waschbare 4-Punkt Bänderung aus Nomex, Kopfband aus Öko Leder, Kopftragering über STellrad justierbar, integriertes Komfort Haarnetz,
  • Arretierungshebel beidseitig für Schutzbrille
  • Gesichtsschutzvisier: 2,5 mm Polyethersulfon, zugelassen nach EN 14458:2004
  • Augenschutzbrille: 2,5 mm Polyethersulfon mit Kantenschutz, zugelassen nach EN 14458:2004
  • Helmzulassung: EN 443:2008
  • Masken-Helm-Kombination nach DIN 58610

Optionen:

Der Dräger HPS 7000 Pro kann mit mehreren zusätzlichen Optionen ausgestattet werden. So kann die Frontplatte mit einer integrierten LED Helmlampe versehen werden. Alternativ gibt es Lampenhalterungen zur Anbringung von externen Lampen. Diese werden seitlich am Helm befestigt.

Beim Nackenschutz hat der Benutzer auch mehrere Varianten zur Auswahl. Als Standart dient ein Alu / Nomex Nackenschutz. Dieser kann aber auch gegen einen Nackenschutz aus Nomex welcher kurz und enganliegend ist getauscht werden. Als weitere Variante gibt es die Holland-Version aus Nomex. Dies ist ein Nomex / Aramid Gewebe. Dieser Nackenschutz eignet sich besonders für den Innenangriff und ist zusätzlich gegen viele Säuren und Laugen beständig.

Bei der Helmfarbe stehen 10 verschiedene Farben zur Auswahl (Leuchtgelb, Weiss, Rot, Zinkgelb, Leuchtorange, Signalblau, Schwarz, Weissaluminium, Chrom, Nachleuchtend). Der von uns getestete HPS 7000 PRO hatte die Farbe Leuchtgelb.

Sollte es zu einer Beschädigung des Helmes kommen, können alle Teile einzeln mit handelsüblichen Werkzeugen getauscht werden.

 

Bezugsquelle:

Der Dräger HPS 7000 PRO kann bei jedem Feuerwehrfachhändler bestellt werden. Die Preise variieren je nach Händler zwischen 330 € bis 390 €.

 

Fazit:

Insgesamt ist der Dräger HPS 7000 PRO ein aussgewogener, sehr gut ausgestatteter Feuerwehrschutzhelm. Besonders aufgefallen ist die einfache und schnelle  Bedienung, die hochwertige Verarbeitung und der sehr angenehme Tragekomfort. Rundum ein gelungener Helm aus dem Hause Dräger.

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